Wir haben diese Reise (Nepal Everest & Safari individuell) ausgewählt, weil uns in erster Linie das Land selbst, gelegen im größten Hochgebirge der Welt mit der weltweit höchsten Anzahl an Achttausendern, natürlich aber auch die Kombination aus Abenteuertrecking, Kultur in der Hauptstadt und Wildnissafari im Dschungel nahe der indischen Grenze als Paket in einer Reise absolut angesprochen hat.

Im Jahr zuvor waren wir in Indien und hatten dort in zwei Nationalparks versucht, den Bengalischen Tiger zu Gesicht zu bekommen – leider ohne Erfolg. Nun wollten wir einen dritten und letzten Anlauf wagen.

Die Anreise erfolgte mit Qatar Airwais von Berlin Tegel aus mit Zwischenstop in Doha und verlief problemlos. Von unserem Treckingguide wurden wir mit einem leuchtend orangen Blumenkranz am Flughafen in Kathmandu empfangen. Am Abend hat uns dann der Chef der örtlichen Partneragentur persönlich aufgesucht, um uns wilkommen zu heißen und mit uns den Ablauf unserer Nepal-Reise ausführlich zu besprechen. Unsere Ausrüstung wurde gecheckt und fehlende Dinge wie Daunenjacke und Schlafsack sind leihweise und kostenlos ergänzt worden. Anschließend gab es ein fantastisches Wilkommensdinner in original nepalesischem Stil – eine echte Gaumenfreude und eine wahre Herausforderung für westeuropäische Geschmacksknospen!

In Reiseberichten über Nepal ist regelmäßig zu lesen, dass Reisende nicht selten Geduld, Ausdauer und Bereitschaft zur Improvisation mitbringen müssen, um weiterzukommen, Ziele zu erreichen und letztendlich eine erfolgreiche Reise mit unvergesslichen Eindrücken zu erleben. Diese Erfahrung machten wir bereits am ersten Tag unserer Reise, denn der ursprünglich geplante Flug von Kathmandu nach Lukla konnte aufgrund von schlechtem Wetter nicht stattfinden und so mussten wir am nächsten Morgen bereits um 04:00 Uhr unser Hotel verlassen, um mit dem Auto den ca. 150 km entfernten Ort Ramechhap in etwa fünfstündiger Fahrt zu erreichen. Denn von hier aus können die auf Sicht stattfinden Flüge nach Lukla in der Regel eher und länger aufrecht erhalten werden, da nicht wie von Kathmandu aus große Hügelketten überflogen werden müssen, die nicht selten im dichten Grau der Wolken verschwinden und so, wie selbst erlebt, die Streichung der Flüge zur Folge haben.

Am kleinen Flughafen von Ramechhap herrschte bereits geschäftiges Treiben, als wir mit unserem Guide und unserer Ausrüstung dazustießen. Zahlreiche andere Guides diverser Agenturen mit ihren kleinen oder größeren Gruppen versuchten, einen der begehrten Flüge zu ergattern. Ein System konnten wir als Europäer in diesem Durcheinander am Check in – Schalter, der als Mauerstumpf unter einem kurzen Schleppdach zu verstehen war, dabei nicht erkennen aber letztendlich hat es auch für uns irgendwann „grünes Licht“ gegeben und wir hoben ab, um in Lukla mit dem als gefährlichsten Flughafen der Welt gevoteten Landeplatz in den Himalaya einzutauchen. Allein dieser Flug und die Landung in diesem Himalayadorf auf etwa 2.800 Meter Höhe mit einer kurzen, geneigten Landebahn, die am Ende in eine senkrechte Felswand übergeht, war schon die Reise wert!

Nach unserer Landung realisierten wir, dass wir den letzten Flug dieses Tages bekommen hatten und nun wegen dichter Wolken auch der Flugbetrieb von Ramechhap eingestellt worden war – Glück gehabt!!! Nach einer Stärkung zum Mittag ging sie dann los – unsere Treckingtour auf dem Everest–Base Camp–Trail.

So waren wir insgesamt 7 Tage unterwegs und stießen in die Bergwelt des Himalayas vor bis in den Ort Dingboche um dort unsere größte Höhe von 4.650 Metern zu erreichen. Wir spürten, wie die Höhe unsere Körper forderte und blieben doch von der Höhenkrankheit selbst, auch ohne Medikamente einzunehmen, verschont. Wir erlebten einzigartige Bergpanoramen im Schatten der Achttausender sowohl bei kaiserlichem als auch bei wolkenverhangenem Himmel und erblickten ehrfürchtig die weißen Spitzen von 4 Achttausendern – darunter natürlich auch die des Everest. Anerkennend bewerten wir die schwere Arbeit der Porter (Träger), die im Einzelfall bis zu 100 kg schwere Lasten, teilweise nur Flip Flops tragend, die steinigen und steilen Bergpfade hinauf oder hinunter schleppten. Beeindruckend auch, wenn eine Karavane aus Yaks oder Maultieren eine der vielen wackeligen Hängebrücken im „Gänsemarsch“ passierte. Nicht zuletzt war natürlich auch ein zertifizierter und erfahrener Guide mit Leidenschaft für die Berge der Garant für unsere Zufriedenheit.

Im Anschluss erholten wir uns einige Tage in einem sehr guten Hotel in Kathmandu und gingen dann im Kathmandu Valley auf Entdeckungstour nach kulturellen Schätzen. Wir tauchten ein in das quirlige, asiatische Leben auf den Straßen der Hauptstadt und ließen uns von hinduistischen und buddhistischen Gebräuchen und Gepflogenheiten inspirieren und in ihren Bann ziehen.

Als weiteres Kontrastprogramm dazu startete dann unser Dschungelabenteuer in den Bardia Nationalpark als dritter Reiseabschnitt. Die Anreise von Kathmandu aus erfolgte mit knapp einstündigem Inlandsflug und anschließender zweistündiger Autofahrt.

Untergebracht waren wir in einer sehr schönen, einfachen und sauberen Lodge am Rande des Parks, in der es, wie auch sonst überall erlebt, geschmackvolles, nepalesisches Essen gab. Drei Tage lang waren wir im NP mit separatem, örtlichen Guide zu Fuß, im offenen Geländewagen oder auf dem Rücken eines zahmen Elefanten unterwegs und haben die drei großen heimischen Landsäuger (Elefant, Nashorn und Tiger) mit eigenen Augen erspähen können. Dazu hat es natürlich in erster Linie eines erfahrenen Guides gebraucht, den wir in Nanu an unserer Seite hatten. Darüber hinaus waren Ausdauer, Sitzefleisch und auch Mut zu spontanen Entscheidungen erforderlich, was uns in Summe letztendlich den Erfolg auf ganzer Linie gebracht hat. Dem Bengalischen Tiger beim kühlenden Mittagsbad knapp eine Stunde zuschauen zu können, war schon ein sehr bewegender Moment!

Wieder zurück in Kathmandu, blieb nochmal ein Tag zur Erholung und bevor es auf den Heimweg zurück nach Berlin ging, gab es ein Abschlussdinner. Der Chef der örtlichen Reiseagentur ließ es sich erneut nicht nehmen, uns zu treffen und mit uns die Reise gebührend ausklingen und sich von unseren Eindrücken berichten zu lassen.

Wir können abschließend sagen, dass wir sowohl von Trails als auch insbesondere von der nepalesischen Partneragentur bestens betreut wurden und uns jederzeit sicher und geborgen gefühlt haben. Das erfährt man tatsächlich nicht überall!! Wir nehmen einzigartige Erlebnisse und unvergessliche Momente mit und können nur weiterempfehlen, in diesen Teil der Welt auf Entdeckungstour zu gehen!