Naturwunder Neuseelands – Gruppenreise

Nach dem wir am 13.01. vom nahe dem Hotel gelegenen Mt. Eden von Auckland Abschied nahmen, ging es endlich hinaus in die Natur. Schon die gigantischen Bäume auf der Fahrt zum Camp Port Jackson auf der Coromandel Halbinsel ließen uns erahnen, dass unsere Reise von Superlativen geprägt sein würde.

Campen direkt am Meer, wer hat nicht davon schon geträumt…

Reiseleiterin Johanna schaffte es in kurzer Zeit, Struktur in unsere Helferaktivitäten zu bringen. Wer waren die besten Buspacker, Obstschnippler, Käseschneider und natürlich Kistenpacker?

Unsere erste Küstenwanderung wurde wegen Starkregens zwar verkürzt, bescherte uns aber trotzdem einen erstaunlichen Einblick in die vielfältige und einzigartige Pflanzen- und Tierwelt. Verschiedene Baumfarne, die endemische Palme oder der Manuka-Strauch, der ganz spezielle Gesang des Tui, die Stabheuschrecken und Unmengen von  großen Zikaden nahmen unsere Sinne in Anspruch.

Das Blackwater Rafting in der Glühwürmchenhöhle in Waitomo, stellte uns dann erneut vor eine ganz andere Aufgabe. Wer zieht schon gerne einen nassen und kalten Neoprenanzug an und stürzt sich dann auch noch rückwärts, nur von einem aufgeblasenen Autoreifen gebremst, in ein unbekanntes Gewässer? Na, wir!

Was wir dann erleben durften, war mehr als nur Entschädigung – Lichtspiele tausender Glühwürmchen, die sich wohl für immer in unser Gedächtnis einbrannten.

Die abwechslungsreiche und farbenfrohe Landschaft im Thermalgebiet stimmte uns mit ihrem Zischen, Brodeln aber auch nicht immer lieblichen Düften auf die Urgewalten ein, deren Folgen wir beim Tongario-Crossing begegnen sollten. Jeder von uns konnte es auf seine Weise genießen.

Schon hieß es von der Nordinsel Abschied zu nehmen; jedoch nicht bevor wir Wellington für einige Stunden auf eigene Faust erkundeten.

Sonne, traumhafte Strände und das türkisblaue Meer nahmen uns nach der  vierstündigen Fährfahrt für die nächsten Tage gefangen.

Das Paddeln mit dem Kajak zeigte uns  am nächsten Tage die Küste von einer schönen aber auch rauen Seite. Der zunehmende Wind am Nachmittag zwang uns zum Abbruch der Tour. Nachdem wir tapfer eine Stunde gegen Wind und Wellen angepaddelt hatten, landeten wir tatsächlich wieder in der Bucht an, von der wir zuvor gestartet waren…

Zum Glück hatten alle für den Fußmarsch zurück zum Camp Schuhe dabei!

Die eigentliche Küstenwanderung am folgenden Tag, die mit einer „Bootsfahrt“ per Trailer-Huckepack durch das Watt begann, war zum Genießen dieses herrlichen Landstriches gerade das Richtige.

Neben einigen geologischen Besonderheiten wie den „Pfannkuchen-Felsen und „Blowholes“ in Punakaiki oder den Steinkugeln am Strand im Mount Cook Nationalpark bot der Franz-Joseph-Gletscher einen weiteren Höhepunkt dieser Reise. Der Fox-Gletscher hüllte sich leider in Wolken.

Wer jedoch das Glück hatte, das 15-Minuten-wolkenfrei-Zeitfenster für den Hubschrauberflug über beide Gletscher mit Landung auf dem Franz-Joseph-Gletscher zu nutzen, wird dies wohl in seinem Erlebnistagebuch mit einem dicken Ausrufezeichen versehen.

Auch zwei Regennächte im Zelt in Fox taten unserer Wanderlust keinen Abbruch. Johanna „verzauberte“ die Regenwolken und führte uns auf zwei Kurzwanderungen in immer neue, überraschende Biotope, die zum Verweilen, zur Besinnlichkeit und dem achtsamen Umgang mit der Natur einluden.

Bald erreichten wir Queenstown – die Spielwiese der Nation. Auch uns blieb einen Vormittag lang Gelegenheit, manches auszuprobieren. Ob beim Fallschirmspringen, Paragliding, einer Speedboot-Fahrt in einem Canyon oder einfach nur bei einem Spaziergang durch den Botanischen Garten; für jeden war etwas dabei!

Zurück zur Westküste. Die steilen Wände des durch Gletscher gebildeten, 400 m tiefen Milford Sounds, nahmen uns gefangen. Zahlreiche Wasserfälle lehrten uns wieder das Staunen. Von den 200 Regentagen pro Jahr hatten wir wohl einen erwischt. Wenige Augenblicke eröffnete uns aber auch die Sonne zauberhafte Blicke auf die umliegenden Felsen, Wälder und Wasserfälle.

Das „Ersatzprogramm“ an Stelle der abgesagten Wildniswanderung – der Doubtful Sound – erwies sich als Glückstreffer, denn es schien häufig die Sonne. Die gewaltigen Ausmaße, sogar große Kreuzfahrschiffe fuhren in den Sound hinein, sowie die Robbenkolonie an der Ausfahrt in die Tasman See begeisterten uns.

Nach einer langen Fahrt durch Hügel- und Weideland erreichen wir die Otago Halbinsel. Bei der abendlichen Wildlife Tour waren wir Albatrossen, Gelbaugen-Pinguinen, Pelzrobben und sogar Seelöwen ganz nah und nahmen uns viel Zeit, sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Bevor wir uns auf den langen Weg nach Christchurche machten, erlebten wir noch einen berauschend schönen Tag im Mount Cook  Nationalpark. Die Wanderung zum Gletschersee, die uns bei wolkenlosem Himmel auf schmalen Hängebrücken über reißende Bäche führte, wird uns nicht zuletzt wegen des kräftigen Windes in Erinnerung bleiben. Wer erkennt mit etwas Fantasie das grimmige Gesicht, mit dem der Mt. Cook auf uns herab schaut?

In Christchurch verblieb uns noch Zeit interessante Gebäude bzw. das was von ihnen nach dem Erdbeben 2011 übrig blieb oder neu Erbautes anzusehen. Mancher unternahm auch am Folgetag noch eine Entdeckungstour auf eigene Faust. Es war der 06. Februar, der Feiertag anlässlich des Waitangi-Vertrages zwischen Engländern und Maori (1840).

Einen schöneren Reiseabschluss als bei einigen Maori-Tänzen mitzuschwingen, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Danke an alle, die diese Reise ermöglichten.

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