Kapverden – ein persönlicher Bericht

Unsere Mitarbeiterin war für euch auf den Kapverden. Viel Spaß beim Lesen ihres Reiseberichts!

„Auf Sao Vicente erwartete uns die kulturelle Hauptstadt der Kapverden: Mindelo. Nach einem kurzen Stadtrundgang durch die bunten Straßen, vorbei am Fisch- und Gemüsemarkt kehrten wir bei einer kleinen Strandbar zum Mittagssnack ein. Von dort aus genossen wir den Blick auf die Bucht vor Mindelo, in der einige kleine Fischerboote liegen, die eine traumhafte Kulisse bilden. Begleitet wurden wir von Markus Leukel einem unserer Reiseleiter für die Kapverden-Gruppenreisen. Er lebt seit einigen Jahren auf den Kapverden und seine Liebe zu den Inseln ist spürbar. Er gab uns wertvolle Tipps zu den Gruppenreisen und zu den Kapverden an sich. Bei Sonnenuntergang genossen wir einen Caipirinha aus auf den Kapverden hergestelltem Zuckerrohrschnaps („Grogue“).

Santo Antao – die Wanderinsel

Früh morgens ging es mit der Fähre (ca. 60 Minuten) auf die Nachbarinsel Santo Antao – die Wanderinsel der Kapverden. Es ging über eine alte Passstraße hinauf in die Berge, von wo aus wir erste traumhafte Ausblicke auf das Meer und die Insel Sao Vicente genießen konnten. Oben angekommen, unternahmen wir eine kurze Wanderung über einen steinigen aber moderat ansteigenden Weg entlang des Cova-Kraters hinauf zum Kraterrand.  Von dort aus hat man einen sagenhaften Blick auf das saftig grüne Ribeira do Paúl Tal. Im Paúl Tal selbst hatten wir etwas Zeit eines der Dörfer näher zu erkunden. Ich traf auf einen kleinen Jungen, etwa drei Jahre alt, der fröhlich an einem Zuckerrohr lutschte. Ich beobachtete ihn neugierig und auch er musterte mich abwartend. Seiner Mutter entging das nicht und sie nahm meinen interessierten Blick zum Anlass mir ebenfalls ein Stück Zuckerrohr in die Hand zu drücken. Das Zuckerrohr schmeckt, wie der Name schon sagt, herrlich süß. Kein Wunder also, dass der Kleine so begeistert davon war. Diese wunderbare, kleine Geste wird in Erinnerung bleiben… Den Abend ließen wir im Hotel Musica do Mar in Ponta do Sol bei einer Weinprobe und kapverdischer Live-Musik ausklingen.

Tarrafal Monte Trigo, Santo Antão, Kapverden

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung auf alten Pfaden zu dem „zweitschönsten Dorf der Welt“ – Fontainhas. Das Dorf hängt malerisch schön in den Felsen bringt somit etwas Farbe in die hier recht karge Felslandschaft. Das Mittagessen verbrachten wir an einem kleinen Kiosk in einem Dorf.  Plötzlich hörten wir Gesang aus einem der umliegenden Häuser auf die Straße hallen. Neugierig folgten wir den Klängen. Ein Junge bat uns herein und plötzlich befanden wir uns umringt von etwa 30 Kindern unterschiedlichen Alters, die gemeinsam Kirchenlieder sangen. Die Akustik des Raums war umwerfend und der Klang der Stimmen umhüllte uns. Auch dieser Moment wird bleiben…

Santo Antão, Kapverden

Sao Vicente

Nachmittags ging es mit der Fähre zurück nach Mindelo, Sao Vicente. Hier erwartete und ein weiteres Highlight der Reise. Markus Leukel lud uns zu sich nach Hause zum Abendessen mit Live-Musik ein. Seine Frau bekochte uns, während er auf der Cajón spielte und uns gemeinsam mit einer begnadeten jungen Sängerin an der Gitarre, den Abend mit einheimischen und internationalen Klängen versüßte.

Santiago

Die letzte Station der Reise war Santiago, die afrikanischste Insel der Kapverden. Auch hier unternahmen wir eine entspannte Wanderung hinab in das grüne Tal Ribeira Grande. Vorbei an Mango- und Cashewbäumen, Grogue Brennereien, Äffchen und Baobabs, wanderten wir zur ältesten Stadt der Kapverden: Cidade Velha. Die Stadt ist seit 2009 UNESCO-Weltkulturerbe. Noch immer steht im Zentrum des Städtchens der historische Pranger, an dem die Portugiesen ihre Sklaven verkauften und verschifften. Weiter ging es in die Berge nach Rui Vaz.  Nach einem landestypischen Mittagessen Cachupa (Eintopf aus Mais, Bohnen, Fisch oder Fleisch – wirklich sehr lecker) ging es zu unserer letzten Station: Tarrafal, dem schönsten Sandstrand auf Santiago.

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Die Reise auf die Kapverden war eine wunderbare Erfahrung. Ich weiß nun wie sich die Kapverden „anfühlen“. In der Beratung werde ich versuchen, dieses Gefühl zu vermitteln. Es würde mich freuen, wenn ich Sie für die Kapverden, einen Inselstaat voller Musik, Warmherzigkeit und Lebensfreude begeistern dürfte.“

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Neugierde geweckt, dann findet ihr hier eine Auswahl verschiedener Kapverden-Gruppenreisen