Detaillierter Reiseverlauf
1. Tag: Flug & Anreise
Am späten Abend fliegen wir von Frankfurt über nach Luanda
2. Tag: Ankunft Luanda – Baixa – Ilha do Cabo
Willkommen in Luanda! Nach Ihrer Ankunft nehmen Sie sich zunächst Zeit, um im Hotel anzukommen, sich frisch zu machen und die angenehme Meeresbrise auf der Ilha do Cabo zu genießen. Die schmale Halbinsel wurde bereits 1575 von den Portugiesen als São Paulo de Loanda gegründet und präsentiert sich heute mit langen Sandstränden, modernem Flair und exklusiven Wohnanlagen.
Am Nachmittag erkunden wir gemeinsam die Baixa – das historische Zentrum der Hauptstadt. Während eines gemütlichen Spaziergangs entdecken wir die Kathedrale und das Museum für Anthropologie, bevor wir an der Uferpromenade Marginal entlangschlendern. Von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Festung São Miguel de Luanda, die hoch über der Stadt thront. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 1 Std., 20 km)
2 x Übernachtungen in Luanda im Hotel Ilha Mar o.ä. | (-/-/-) | Fahrzeit ca. 1,5 Std.
3. Tag: Stadtbesichtigung Luanda
Heute widmen wir uns ganz der faszinierenden Metropole Luanda. Gemeinsam erkunden wir die wichtigsten historischen Stätten und gewinnen einen Eindruck von den vielfältigen Lebenswelten, die diese kontrastreiche Stadt prägen. In der imposanten Festung São Miguel, in der Kirche Nossa Senhora da Nazaré und auf dem Friedhof Alto das Cruzes spüren wir den kolonialen Wurzeln Luandas nach.
Im Anschluss begeben wir uns auf die Spuren des antikolonialen Widerstands und der angolanischen Unabhängigkeitsbewegung. Das eindrucksvolle Agostinho-Neto-Mausoleum – von den Einheimischen liebevoll „Rakete“ genannt –, der Platz der Heldinnen sowie das geschichtsträchtige Viertel Sambizanga erzählen eindrucksvoll von den bewegten Zeiten der Revolution.
Übernachtung wie am Vortag | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 1 – 2 Std., ca. 30 km
4. Tag: Wasserfälle von Kalandula
Am frühen Morgen starten wir unsere Fahrt ins Landesinnere. Unsere Route führt uns durch die Provinzen Bengo, Nord-Kwanza und Malanje, bis wir schließlich die beeindruckenden Kalandula-Wasserfälle erreichen. Die „Quedas de Kalandula“ – einst unter dem Namen „Quedas do Duque de Bragança“ bekannt – stürzen auf einer Breite von etwa 400 Metern rund 105 Meter in die Tiefe. Sie gelten als eine kleine, aber nicht weniger spektakuläre Schwester der berühmten Victoriafälle.
Wir genießen den großartigen Ausblick auf das tosende Wasser, das sich in feinen Nebel verwandelt, und wer möchte, begleitet einen örtlichen Guide auf einem kurzen, aber eindrucksvollen Abstieg durch das tropische Grün bis zum Fuß der Fälle.
1 x Übernachtung in einer einfachen Lodge | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 6 – 7 Std., ca. 350 km
5. Tag: Schwarze Felsen – Pedras Negras von Pungo Andongo
Am Vormittag brechen wir zu den „Pedras Negras“ von Pungo Andongo auf – einer beeindruckenden Felsformation, die schon 1854 den Forscher David Livingstone in Staunen versetzte. Diese bis zu 200 Meter hohen Inselberge ragen majestätisch aus der Savanne und verleihen der Landschaft eine fast mystische Atmosphäre. Nach einem kurzen Aufstieg genießen wir den weiten Blick über die Ebene und stärken uns bei einem gemütlichen Picknick in dieser einmaligen Kulisse.
Anschließend führt uns die Fahrt weiter in die grüne Gartenstadt N’dalatando. Schon in der Kolonialzeit war der Ort für seine eleganten Porzellanrosen bekannt, und auch heute noch lädt der liebevoll verwilderte Botanische Garten zu einem Spaziergang unter schattigen Bäumen ein. Am Abend kehren wir schließlich zurück nach Luanda.
1 x Übernachtung in Luanda im Hotel Ilha Mar o.ä. | (F/M/-) | Fahrzeit ca. 7 – 8 Std., ca. 450 km
6. Tag: Miradouro da Lua – Sklavereimuseum – Flug nach Catumbela – Lobito
Am Morgen verlassen wir Luanda in südlicher Richtung und fahren zum Miradouro da Lua, einer bizarren Erosionslandschaft, die von Wind und Regen in leuchtenden Farben geformt wurde – wie eine Landschaft aus einer anderen Welt. Zurück vom „Mond“ tauchen wir im Nationalen Sklaverei-Museum in die bewegte Geschichte Angolas ein. Das Museum befindet sich im Haus eines ehemaligen Sklavenhändlers und erinnert eindrucksvoll an dieses schwierige Kapitel der Vergangenheit.
Am Nachmittag fliegen wir weiter nach Catumbela und erreichen schließlich Lobito, eine charmante Hafenstadt mit moderner Architektur und kolonialem Erbe. Den Abend lassen wir entspannt auf der Halbinsel Restinga ausklingen – vielleicht bei einem kühlen Cuca-Bier in einer der gemütlichen Strandbars.
2 x Übernachtungen in Lobito im Terminus Lobito Hotel o.ä. | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 2 – 3 Std., ca. 160 km | Flug Luanda – Catumbela
7. Tag: Benguela & Catumbela
Wir halten kurz am alten Fort am Rio Catumbela, bevor es weiter nach Benguela geht, einer Stadt, die mit ihren breiten Avenidas und den gut erhaltenen Kolonialbauten beeindruckt. Benguela wurde 1617 als königliches Handelskontor gegründet – von hier aus wurden über Jahrhunderte hunderttausende Menschen nach Brasilien verschifft. Beim Spaziergang durch die Stadt, vorbei an der Kirche Nossa Senhora do Pópulo, dem alten Stadtpark und der Stadtverwaltung, wird die wechselvolle Geschichte spürbar lebendig. Im Anschluss bleibt Zeit für eigene Erkundungen. Vielleicht möchten Sie das Nationale Museum für Archäologie besuchen oder am lebhaften Stadtstrand Praia Morena das bunte Treiben am Atlantik genießen.
Übernachtung wie am Vortag | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 2 Std., ca. 90 km
8. Tag: Legendäre Zugfahrt auf der Benguela-Bahnstrecke von Lobito nach Huambo
Wir beginnen den Tag früh am Bahnhof in Lobito und besteigen den Zug, der uns auf der historischen Strecke der Benguela-Bahn nach Huambo bringt. Die als Katanga-Benguela-Bahn bekannte Verbindung wurde ab 1903 errichtet, um die Küste mit den Kupferminen des damaligen Belgisch-Kongo zu verknüpfen. Nach der Unabhängigkeit verfiel die Strecke infolge des Bürgerkriegs, doch seit 2005 wurde sie bis zur Grenze des Kongo wieder instandgesetzt. Heute verkehren hier sowohl Güterzüge als auch wöchentlich ein Personenexpress. Während der Fahrt lassen wir die abwechslungsreiche Landschaft auf uns wirken und genießen die Aussicht über die weitläufigen Hochlandebenen.
1 x Übernachtung in Huambo im Hotel Ekuikui I o.ä. | (F/-/-) | Zugfahrt
9. Tag: Spuren des Bürgerkrieges in Huambo – Fahrt nach Lubango
Wir erkunden Huambo, früher bekannt als Nova Lisboa, eine Stadt, die durch den Eisenbahnbau und die koloniale Besiedlung des Zentralplateaus entstanden ist. Den Reißbrettcharakter der Stadt erkennen wir besonders am Praça da Independência mit seinen strahlenförmig abgehenden Straßen. Während des Bürgerkriegs zwischen der MPLA-Regierung und UNITA war Huambo stark umkämpft, viele Gebäude wurden stark beschädigt. Auf unserer City Tour besuchen wir unter anderem das frühere Haus des UNITA-Führers Savimbi. Anschließend setzen wir unsere Fahrt durch das fruchtbare Hochland fort und erreichen Lubango, die zweitgrößte Stadt Angolas. Das milde Klima des Chela-Plateaus war den Portugiesen bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt, doch erst 1885 ließen sich Siedler aus Madeira hier nieder und gründeten Sá da Bandeira, das heutige Lubango.
2 x Übernachtungen in Lubango im Casper Resort o.ä. | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 7 – 8 Std., ca. 460 km
10. Tag: Kultur in Südangola: Besuch der Mwila – Tunda-Vala-Felsriss
Heute geht es in das Umland von Lubango und tauchen ein in die kulturelle Vielfalt Südangolas. In der Region Huíla und Chibia leben die Mwila, wohl eine der bekanntesten Ethnien des Landes. Besonders die Mwhila-Frauen fallen durch ihre kunstvollen Frisuren und den auffälligen Perlenschmuck auf. Mit Baumrinde, Butter und roter Erde fertigen sie kompakte Zöpfe, während bunte Halsreifen ihren sozialen Status signalisieren. Nach dieser beeindruckenden Begegnung führt uns der Weg zurück nach Lubango, wo am Nachmittag ein Naturwunder auf uns wartet: der Tunda-Vala-Felsriss. Dieser gewaltige Spalt im Chela-Massiv ist 130 Meter breit, etwa 1.000 Meter tief und eröffnet einen atemberaubenden Blick über die weite Ebene.
Übernachtung wie am Vortag | (F/-/-) | Gehzeit ca. 3 Std., ca. 140 km
11. Tag: Serra-da-Leba-Pass – Moçâmedes am Atlantik
Wir fahren heute zurück an die Atlantikküste und erleben gleich morgens ein beeindruckendes Ingenieurswerk. Die Serra-de-Leba-Passstraße überwindet in engen Serpentinen auf wenigen Kilometern 800 Höhenmeter. Am Fuße des Chela-Massivs erwartet uns die heiße Trockensavanne, Heimat der Kuvale und Ngendelengo. Am Nachmittag erreichen wir Moçâmedes, eine historische Hafenstadt, die bereits 1485 von Diego Cão angelaufen wurde. Dort besichtigen wir das futuristisch anmutende Cine Estudio Namibe oder bummeln entspannt an der reizvollen Strandpromenade.
2 x Übernachtungen in Moçâmedes im Hotel Infotur Namibe o.ä. | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 4 Std., ca. 240 km
12. Tag: Virei – Felsgravuren von Tchitundo Hulo – Besuch der Kuvale
Hinter Moçâmedes in der Halbwüste treffen wir auf die Kuvale, halbnomadische Hirten, die vor allem während Dürreperioden lange Strecken zurücklegen, um ihren Tieren Futter und Wasser zu sichern. Bei einem Besuch in ihrem Dorf erfahren wir mehr über ihre Lebensweise und Kultur. Anschließend setzen wir unsere Fahrt zu den Hügeln von Tchitundo-Hulo fort, wo wir die bis zu 20.000 Jahre alten Felsgravuren erkunden, die von den frühen Jägern und Sammlern stammen. Bitte achten Sie auf den Weg und berühren Sie die Felskunst nicht.
Übernachtung wie am Vortag | (F/M/-) | Fahrzeit ca. 5 – 6 Std., ca. 300 km | Gehzeit ca. 1 Std., ca. 2 km
13. Tag: Namibe-Wüste – Tômbua – Flug nach Luanda
Heute erleben wir das Grand Finale unserer Reise in der Namibe-Wüste. Von Moçâmedes aus fahren wir ins Namibe-Reservat und erkunden beeindruckende Erosionslandschaften wie die Colinas do Curoca und die Lagoa dos Arcos. Dabei begegnen wir auch dem Methusalem der Wüste, der Welwitschia mirabilis, die bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Anschließend besuchen wir den Fischerort Tômbua mit seiner kleinen Kapelle, den Fischerbooten und den Salinen. Am Nachmittag fliegen wir zurück nach Luanda, wo wir den Tag bei einem letzten Cuca am Meer ausklingen lassen.
1 x Übernachtung in Luanda im Hotel Ilha Mar o.ä. | (F/-/-) | Fahrzeit ca. 3 – 4 Std., ca. 200 km
14. Tag: Abreise
Nach dem Frühstück werden wir zum Flughafen gebracht und treten die Rückreise an.
(F/-/-)
15. Tag: Ankunft in Deutschland
Wir landen wieder in Frankfurt.
(F/M/A): F = Frühstück / Frühstückspakete; M = Mittagessen / Lunchpakete; A = Abendessen
Aufgrund örtlicher Gegebenheiten kann es zu Änderungen im Reiseverlauf kommen.
Wichtige Infos
Übernachtung: Während der gesamten Reise übernachten Sie in festen Hotels, Lodges und Gästehäusern mit eigenem Badezimmer. Die benannten Unterkünfte im Reiseverlauf werden vorrangig genutzt. Sollte in Ausnahmefällen dennoch eine Alternative infrage kommen, weist diese einen ähnlichen Standard auf.
Fortbewegung: Unterwegs sind Sie in Allradfahrzeugen. Ein Fahrer und drei bis vier Gäste teilen sich ein Fahrzeug.
Die Zugfahrt von Lobito nach Huambo folgt dem öffentlichen Fahrplan. Die Abfahrt erfolgt früh am Morgen und Sie erreichen Huambo am Nachmittag.
Bei unseren Besuchen in Dörfern und auf Märkten sowie bei Begegnungen unterwegs sind Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Respekt besonders wichtig. Zeigen Sie Sensibilität für die jeweilige Situation und treten Sie den Menschen mit einem Lächeln und einem freundlichen Gruß entgegen – Ihr Fotoapparat sollte niemals das Erste sein, was sie von Ihnen sehen. Möchten Sie Porträts aufnehmen, holen Sie bitte stets das Einverständnis der betreffenden Person ein.
Hinweise
Bitte informieren Sie sich vor Reisebuchung über die aktuellen Einreise- & Gesundheitsbestimmungen: Namibia
Diese Reise hat den Schwierigkeitsgrad 1
Ein guter Reiseschutz sichert ab!
Wir empfehlen Ihnen unbedingt den rechtzeitigen Abschluss einer Reiserücktritt- und Auslandsreisekrankenversicherung.
Mobilitätshinweis: Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet sein kann. Falls Sie sich unsicher sind, sprechen Sie uns bitte vor einer Buchung an.
Diese Reise führen wir in Kooperation mit unserer langjährigen Partneragentur durch. Alle Hinweise zur Durchführung sowie zu den allgemeinen Zahlungsmodalitäten und Stornobedingungen finden Sie in unseren AGBs.